25.02 / Areal Ackersteinstrasse, Zürich
Studienauftrag 2025
Planungsteam
Auftraggeber – Anlagestiftung Pensimo
Architektur – op-arch | Veronica Callà, Pablo Grünig, Manuel Kost, Sarah Weber
Freiraum – MOFA studio gmbh, Zürich
Tragwerk – LMP AG, Zürich
Gebäudetechnik – eicher + pauli AG, Zürich
Visualisierung – indievisual AG, Zürich
… Immer wenn mir das Reich des Menschlichen zur Schwere verurteilt erscheint, denke ich, ich sollte wie Perseus wegfliegen in einen anderen Raum. Ich spreche nicht von einer Flucht in den Traum oder ins Irrationale. Ich meine, ich muss meinen Ansatz ändern, die Welt mit anderen Augen sehen, mit einer anderen Logik, anderen Methoden der Erkenntnis und der Verifikation. Die Bilder der Leichtigkeit, nach denen ich suche, dürfen nicht wie Träume verblassen vor der Realität der Gegenwart und der Zukunft …
aus: "Sechs Vorschläge für das nächste Jahrtausend", Kap. "Leichtigkeit", Italo Calvino, Harvard Vorlesungen, Fischer Verlag, 2012
Leichtigkeit lässt sich in der Architektur der Gegenwart auch als Nachhaltigkeit verstehen: Nachhaltig ist ein Haus dann, wenn es über viele Lebenszyklen hinweg so geplant und gebaut ist, dass es durch Umbauten und Erweiterungen auch in Zukunft unterschiedliche Nutzungen aufnehmen kann und mit einer ressourcenschonenden Bauweise erstellt wird. Unsere vorfabrizierten Skelettbauten mit Holz-Beton-Verbunddecken werden in Längs- und Querrichtung mit Diagonalverbänden aus Stahl an der Fassade ausgesteift. Vertikal übereinander liegende Infrastrukturelemente durchdringen die Geschosse und werden an der Deckenuntersicht des Untergeschosses gebündelt und in die Technikzentralen geführt. In Trockenbauweise, mit Leichtbauwänden und mit Vorhängen ausgestattet werden die gegenwärtig geforderten Wohnungseinheiten in die Trag- und Schachtstruktur eingepasst.
Im vorliegenden Projekt werden zwei Wohnwelten aufgezeigt. Zweiseitig orientierte Wohnungen über Terrain und einseitig, an eine zweigeschossige Erschliessungshalle angebundene Kleinwohnungen. Morgen, oder auch erst übermorgen, kann jedes einzelne Geschoss leicht in andere Wohnformen wie Clusterwohnungen, Pflegewohngruppen, in neue, noch nicht bekannte Wohnformen, oder auch in ganz andere Nutzungen, umgebaut werden.
Unsere Antwort an das ISOS in dieser steilen Hanglage ist ein grosser "fliessender" Grünraum zwischen der Hauszeile an der Ackersteinstrasse und den beiden Häuserzeilen an der Breitensteinstrasse. Breite Freiraumfenster binden diesen Gartenraum jeweils an die beiden Strassenräume an und gewährleisten direkte, vertikale Fusswege von Strasse zu Strasse, so wie sie in diesem Quartier an vielen Stellen anzutreYen sind. Vorgärten, die vertikalen Bepflanzungen der Nordfassaden und der grosse, sich mit der Nachbarschaft verbindende Garten sollen die Gebäude mit der Natur zu einem "All-over" verwachsen lassen.
Im gesamten Areal durchdringt ein zusammenhängendes Wegsystem Haus und Garten – eine promenade architecturale - und fördert so ein gemeinschaftliches Zusammenleben. Das Wegenetz steht für eine Welt der Inklusion und für tragfähige Nachbarschaften.
Wir verstehen unser Projekt ganz im Sinne des Schlussplädoyers der Vision im Programm: … Trotz allen Reichtums ist die Siedlung Ackersteinstrasse einfach. Sie ist ein Plädoyer für die Klimavernunft - mit kompakten und flexiblen Typologien, mit einer eSizienten und emissionsarmen Konstruktion, mit einer möglichst passiven und robusten Haustechnik, mit minimierten Untergeschossen…













