24.03 / Siedlung Mooshalde, Männedorf
Studienauftrag 2024
Planungsteam
Auftraggeber – Turidomus, Pensimo Management AG, Zürich
Architektur – op-arch | Samuel Benz, Pablo Baumann
Freiraum – MOFA studio gmbh, Zürich
Tragwerk – Thomas Boyle + Partner AG, Zürich
Gebäudetechnik – eicher+pauli AG, Zürich
Visualisierung - indievisual AG, Zürich
MOOSHALDE IM WANDEL
«MOOS» führt als offene Gesamtanlage, integriert in seine Nachbarschaft, den Geist der bestehenden Siedlung über in eine weitere Lebensphase und schafft einen neuen Ort an der alten Landstrasse.
Die Überbauung «Mooshalde» wurde 1978 fertiggestellt und liegt im südlichen Siedlungsbereich der Gemeinde Männedorf in einem ruhigen und durchgrünten Wohnquartier.
«MOOS» leistet einen Beitrag zur Transformation der heutigen Überbauung «Mooshalde» in eine zukunftsfähige und qualitätsvolle Gesamtanlage, die den heutigen gesellschaftlichen Zielen bezüglich Nachhaltigkeit gerecht wird. Dabei spielt der Umgang mit dem Bestand im Zusammenhang mit der Neustrukturierung und maximalen Verdichtung der Siedlung innerhalb der nachbarschaftlichen Strukturen zur Schaffung guter Wohnungen und ökologisch wertvollen Freiräumen mit hoher Aufenthaltsqualität eine zentrale Rolle. Dies unter Berücksichtigung einer hohen Ressourceneffizienz und ambitionierten Vorgaben energetischer Faktoren und nicht zuletzt der CO2-Emissionen.
EVALUATION & WEITERBAUEN IM BESTAND
«MOOS» schreibt die Geschichte „Mooshalde mit den vier Akteuren A, B, C und D weiter.
Aufgrund ortsbaulicher Überlegungen, baurechtlichen Rahmenbedingen, grundrisstypologischen Kriterien und hinsichtlich Aspekte der Nachhaltigkeit ist ein Weiterschreiben der Geschichte «Mooshalde» mit den vier Akteuren A, B, C und D sinnvoll und zielführend ist. Sie weisen in ihrer Grundrissordnung hochwertige Wohnungen auf und haben das Potential ohne DNA-Verlust, mit «überschaubarem» Sanierungsaufwand in eine nächste Lebensphase übergeführt zu werden. Zugleich geben sie eine ortsbauliche Haltung vor, die nach Rückbau der Gebäude E und F im südlichen Bereich aufgenommen werden kann.
TEILERSATZ ALS CHANCE
„MOOS“ ist als klar identifizierbare Einheit strukturiert und von einer grossen Durchlässigkeit geprägt.
Das Entfernen der Gebäude E und F ist nicht die Kritik an den Häusern an sich, sondern schafft vielmehr eine Ausgangslage, die im Zusammenhang mit der anspruchsvollen Topographie und der angestrebten Verdichtung eine Siedlungsmuster ermöglicht, welches als identifizierbare Einheit respektive Gesamtanlage konzipiert ist.
Der ortsbauliche Eingriff sieht vor, die vier bestehenden mit drei Häuser ähnlicher Konzeption im südlichen Bereich zu ergänzen. Die offene Siedlungsstruktur gliedert die Anlage in Bereiche, deren Nutzung klar zugeordnet werden kann.
Die Disposition der Baukörper schafft eine räumliche Durchlässigkeit. Dies generiert interessante Sichtbezüge und ermöglicht Hangwinde bzw. den Kaltluftströmen frei zu passieren, was sich positiv auf das Mikroklima aus- und insbesondere der sommerlichen Überhitzung entgegenwirkt.
Im Bereich der neuen Tiefgarageneinfahrt und einem weiteren Gebäude, welches auf die spezifische Situation vermittelnd reagiert, erfährt die Siedlung eine direkte Anbindung an die alte Landstrasse.
TRANSFORMATION IN ETAPPEN SZENARIO MID
Die Transformation in Etappen und mit Hilfe von Rochaden innerhalb der Siedlung ermöglicht einen Verzicht auf Entmietung bei mittlerer Eingriffstiefe in Bestand.
Der Erhalt der nachbarschaftlichen Strukturen innerhalb der Siedlung «Mooshalde» soll während oder nach der Transformation erhalten bleiben. Aufgrund des adaptierten Wohnangebots ist kurzfristig von Einschränkungen auszugehen und Rochaden als Lösung vorzusehen. Langfristig bietet die «Mooshalde» ein stabiler Lebensraum für eine vielfältige altersdurchmischte Bewohnerschaft, die auf die Bedürfnisse einer breiten Nutzer/innengruppe eingeht. Massgebend für der Realisierung in Etappen ist das Sanierungskonzept bzw. der Grad an Eingriffstiefe in die bestehende Bausubstanz, Erschliessungsmöglichkeiten der Bewohnerinnen und Bewohner und die Gewährleistung der Zufahrtsmöglichkeit der Rettungsfahrzeuge in jeder Phase der Umsetzung.
BESTAND - HEUTE & MORGEN
SANIERUNGSMASSNAHMEN
Die Sanierung der Bestandesbauten leistet einen wesentlichen Beitrag zum ressourcenschonenden Bauen und zur Reduktion der CO2-Emission.
Die bestehenden Gebäude A, B, C und D werden ganz im Sinne von « keep what’s good» in die Neukonzeption der Siedlung integriert und in Stand gesetzt. Die hochwertige Grundrisskonfiguration gibt eine stabile Grundordnung vor, an der festgehalten wird. Unumgänglich ist eine energetische Sanierung der Hülle: neue Fenster, Dämmung der Aussenwand und Erneuerung des Daches. Die Häuser B und C werden zudem in Holzbauweise um ein Geschoss aufgestockt und mit je 3 zusätzlichen Wohnungen ergänzt.
Alle Wohnungen erfahren Optimierungen im Bereich der Bäder, Küchen und Strangsanierungen auf der Basis des vorhandenen Schachtkonzepts. Die Küchen öffnen sich zum Ess-/Wohnbereich. Die Nutzungen stehen stärker im räumlichen Dialog und profitieren zugleich von einer verbesserten natürlichen Belichtung des Raums.
Das übergeordnete Erschliessungskonzept sieht eine Adressierung aller Gebäude entlang des inneren Siedlungsraums vor. Das Untergeschoss wird zum Eingangsgeschoss. Velo-, Kinderwagen-, Hobbyräume und Gäste- bzw. zumietbare Zimmer ergänzen hier Flächen der Keller und Technik und tragen zur Aufwertung der Sockelbereiche bei. Alle Wohnungen sind per Lift erreichbar und entsprechen Dank den oben erwähnten Eingriffen den Anforderungen gemäss SIA 500.
PRIORISIERUNG SANIERUNGSMASSNAHMEN
Die Sanierung zielt auf eine möglichst lange Lebensdauer der bestehenden Gebäude und kann mit unterschiedlichem Grad an Eingriffstiefe unter Berücksichtigung des Zielwertes 5.0 kg/m2a graue Treibhausemissionen umgesetzt werden.
GERINGFÜGIGE EINGRIFFE INS TRAGWERK
Die Eingriffe zielen allesamt auf einen möglichst weitgehenden Erhalt der Bausubstanz. An wenigen Stellen werden tragende Wände abgebrochen und durch Stahlträger ersetzt und falls nötig mit Stützen, die linear durch das Haus bis zur Bodenplatte geführt werden ergänzt. Der Lifteinbau sollte die wenigen Wandabbrüche bezüglich Erdbebensicherheit kompensieren können. Die Aufstockungen erfolgen in Holzbau mit Lastabgabe auf die tragenden Wände im Bestand.
VIS-À-VIS ALS SIEDLUNGSPRINZIP
Die Neubauten reagieren typologisch auf den Bestand, setzen sie in nachbarschaftliche Beziehung und stehen sowohl ortsbaulich wie auch funktional in direktem Dialog mit dem Freiraum.
Die Neubauten reihen sich südlich der Bestandesbauten auf und schaffen in der Gesamtordnung der Geäudevolumen einen inneren Siedlungsraum. Ein entscheidendes Momentum, welches nicht mehr alt und neu thematisiert, sondern die Siedlungsidee an sich. Alle Gebäude werden über diese inneren Zone erschlossen und stehen in nachbarschaftlicher Beziehung. Die Laubengänge sind Zirkulationsfläche und «Filter» zugleich. Die Küchen als wichtiger Bestanteil des Wohnens sind entlang der Fassade angeordnet, stehen im Dialog mit der Wohnnutzung der Gebäude vis-à-vis und beleben die Nordfassaden zusätzlich. Da wo das Terrain nur eine einseitige Ausrichtung zulässt, sind Maisonettewohnungen vorgesehen, die einen direkten Anbindung an den Freiraum und die damit verbundenen Qualitäten mit sich bringen. Auf den darüberliegenden Niveaus sind Geschosswohnungen vorgesehen, die allesamt zweiseitig organisiert sind - nach Süden wie auch zum Sozialraum der Siedlung.
MODULARE BAUWEISE, GESTECKT UND VERSCHRAUBT
Die kompakten Neubauten werden in konsequenter und optimierter Holzbauweisebauweise ausgeführt. Sie stellen unter Berücksichtigung der Systemtrennung eine robuste bauliche Struktur langer Lebensdauer dar und erfüllen den ambitionierten Zielwert von 7.5kg/m2a graue Treibhausgasemissionen.
Die vier Neubauten E bis H werden in den Wohngeschossen in Holzbau erstellt. Die quer zu den Häusern verlaufenden Tragachsen in ca. 3.3m Abstand sind in den Grundrissen deutlich erkennbar. Die Deckenelemente aus Brettstapeln lagern auf Holzständerwände oder Balken mit Stützen. Die Aussteifung in Querrichtung wird durch die beplankten Stirnwände, in Längsrichtung durch Holzfachwerke in den Abschlusswänden der Nasszellen sowie den Liftschacht in Ortbeton gewährleistet. Die Laubengänge und Aussentreppen werden Stahl erstellt mit Bodenflächen aus Betonelementen. Die Aussenwände Ost und West werden mit einem Einsteinmauerwerk ausgeführt mit Lehm verputzt.
Das Tragwerk ist einfach und zweckmässig, gleichzeitig robust und nachhaltig. Durch den optimalen Einsatz der verwendeten Materialien und deren Eigenschaften wird sowohl statisch und bauphysikalisch wie auch ökologisch und ökonomisch ein grösstmöglicher Mehrwert geschaffen.
Um den Verbrauch von nicht erneuerbaren Ressourcen beim Einsatz von Beton zu minimieren, wird Recyclingbeton vorgesehen. Dies und die Tatsache, dass das Tragwerk des Holzbaus zusammengesteckt resp. verschraubt gebaut wird, fördern den Gedanken der Kreislaufwirtschaft. Das Tragwerkskonzept erlaubt eine langjährige, flexible Nutzung, ein sortenreiner Rückbau ist möglich und die eingesetzten Materialien können problemlos in den Materialkreislauf zurückgeführt werden.
TIEFGARAGE UND ERSCHLIESSUNG
Die bestehende Tiefgarage als Eisberg hoher Wirkungskraft hinsichtlich Reduktion unterbauter Flächen und zusätzlicher Erstellung von Bauvolumen im Untergrund wird optimiert in das neue Parkierungskonzept integriert.
Die Verdichtung des Areals verlangt mehr Parkplätze. Die bestehende Tiefgarage ist aufgrund der Anordnung der Stützen und Innenwände nicht effizient ausgelegt.
Die Optimierung der bestehenden Tiefgarage sieht den Abbruch der Stützen/ Wände und eine Neuanordnung dieser nach VSS-konformen Lage vor.
Ein Raster von Überzügen im Verbund mit der belassenen Decke ermöglicht die Umstellung bzw. Umleitung der Lasten in die neuen Stützen. Zudem wird die Garage mit einer Ergänzung mit Weiterführung der neuen Stützenanordnung um ca. 1/3 verlängert. Der Umbau und die Erweiterung erfolgen in zwei Queretappen, sodass die Feuerwehrzufahrt jederzeit gewährleistet ist.
Die Erschliessung der Einstellhalle direkt ab der alten Landstrasse führt zur Heilung der freiräumlichen «Wunde» im Südosten des Areals, schafft unversiegelte und nicht unterbaute Aussraumflächen und somit zusätzlich «grüner Raum», der ohne Einschränkungen für Retention, Bepflanzung und Biodiversität zur Verfügung steht.
ENERGIE UND TECHNIK
KONZEPT | Nutzen, was funktioniert und gezielt ergänzen - für eine Verbesserung der Energieeffizienz als Basis für eine gute Nachhaltigkeit.
Die bestehenden Installationen Heizung Elektro sollen so weit wie möglich weiterverwendet werden. Die Wärmeverteilung und die Wärmeabgabe bleiben unverändert an Ort. Die Elektrosteigzone bleibt an Ort. Es müssen nur an der Feinverteilung geringe Eingriffe erfolgen, ansonsten kann eine Erneuerung, Normgerechte Anpassung innerhalb der bestehenden Strukturen erfolgen. Für die Aufstockung wird ein neuer Anschluss Wärme erstellt und die Erschliessungen Sanitär, Elektro und Lüftung werden über das ganze Gebäude erneuert.
Das Nachdämmung der Fassaden steigert die Energieeffizienz. Erdsonden-Wärmepumpe und Photovoltaikelemente versorgen die Gebäude mit Energie.
WÄRMEVERSORGUNG Die bestehende Wärmeverteilung wird belassen und weiterverwendet und nur wo notwendig erneuert (Ersatz Thermostatventile). Die maximale Vorlauftemperatur der Wärmeverteilung wird aufgrund der Fassadendämmung nach unten korrigiert, Zielwert ist eine maximale Vorlauftemperatur von <50°C. Die Wärmeversorgung übernimmt eine Erdsonden-Wärmepumpe, welche als Quelle Erdsonden aufweist. Die Wärmeerzeugung erfolgt zentral für alle Gebäude. Im Sommer wird die natürliche Kälte der Erdsonden für die Konditionierung der Gebäude genutzt. Das Freecooling bedient die Heizgruppe – Heizkörper, welche moderat temperiert. Bei den Neubauten erfolgt die Wärmeabgabe über den Boden. Für die Warmwasseraufbereitung wird eine separate Wärmepumpe >60°C vorgesehen, welche die Heizungsspeicher in den Unterstationen mit Wärme versorgt. Diese bedienen die Frischwasserstation der Warmwassererwärmung der Gebäude. Die Heizungsspeicher werden mit >65°C für die notwendige Hygiene der Warmwasserversorgung periodisch geladen.
LÜFTUNG Die Lüftung der bestehenden Gebäude und Neubauten erfolgt über gezielte Abluftabfuhr über die Nasszellen. Setzt sich diese Lüftung in den Nasszellen in Betrieb, werden die in der Fassade eingebauten Nachströmer geöffnet und es strömt Aussenluft in den Wohnungen nach. Für die Lüftung der Wohn- und Schlafzimmer wird auf eine von den Nutzerinnen bediente Fensterlüftung ausgegangen. Die Küchen werden mit Umlufthauben mit Aktivkohlefilter ausgerüstet. Als Option können aktive Nachströmer mit Wärmerückgewinner eingesetzt werden, welche die Wohn- und Schlafzimmer minimal belüften und bei Betrieb der Abluft in den Nasszellen eine leichte Vorwärmung der Zuluft ermöglichen.
SANITÄR Die Sanitärinstallation wird den neuen Hygienestandards angepasst und daher vollständig erneuert. Die Apparate werden, soweit sinnvoll, wiederverwertet. Für einen minimalen Wasserverbrauch werden Wasserspararmaturen eingesetzt. Das Dachwasser wird in einem Tank gesammelt und nur bei Überlast in die Versickerung geleitet. Das Dachwasser wird für die Aussenbewässerung als auch für die Waschmaschinen verwendet.
INTERAKTION GEBÄUDE – NUTZERINNEN Für die Absicherung des effizienten Stromverbrauchs als auch für die Komfortoptimierung werden alle Elemente der Gebäudetechnik mit Sensoren ausgerüstet und an eine Datenerfassung angeschlossen. Die Daten werden den Mieterinnen über eine App zur Verfügung gestellt, so dass sie ihren aktuellen Energieverbrauch und Komfort erkennen und, wenn gewünscht, Optimierungen vornehmen können. Mit dem gleichen System erfolgt dann auch die Energieabrechnung.
PV-PRODUKTION Alle Dachflächen werden mit Photovoltaikelementen belegt. Das Fassadenkonzept von Bestand und Neubau sieht eine Integration oder Applikation von PV-Modulen vor und leistet somit einen Beitrag zur Steigerung Energieertrag. Die produzierte Elektrizität wird direkt in den Gebäuden genutzt und so die Elektro-Zufuhr zum Areal vermindert. Als Ergänzung wird die Einstellhalle mit einer Stromschiene ausgerüstet, ab welcher über die E-Mobilität Plug-In Ladegeräte angewendet werden können. Für die Überlastverwertung im Sommer ist in den Heizungsspeicher für die Warmwasserproduktion der Gebäude je ein Heizeinsatz integriert, welcher bei Bedarf die überschüssige Wärme verwenden kann.
DACHBEGRÜNUNG Durch die Dachbegrünung wird das anfallende Regenwasser grob gefiltert und kann anschliessend in einem Tank zwischengelagert werden. Die Dachbegrünung sorgt im Sommer für kühlere Temperaturen in den Dachwohnungen. («Verdampfungskälte»)
FREIRAUM
Derzeit zeichnet sich die Wohnsiedlung Mooshalde in Männedorf durch eine markante Topografie mit terrassiertem Gelände aus, das offene Räume zwischen den Wohngebäuden und den bewaldeten Zonen schafft. Der Hauptzugang, der hauptsächlich für Fahrzeuge konzipiert ist, schränkt den Fussgänger- und Veloverkehr ein. Die Gebäude sind durch Sackgassen erschlossen, was die Orientierung erschwert und die Qualität der Zugänge und Begegnungsräume beeinträchtigt.
Das Umgestaltungsprojekt zielt darauf ab, die bestehenden Wohnungen zu sanieren und gleichzeitig neue Gebäude zu integrieren, um das Verdichtungspotential optimal zu nutzen. Die Verbesserung der Aussenräume steht im Mittelpunkt dieses Ansatzes, mit der Schaffung vielseitiger und einladender öffentlicher Räume, während die Grünflächen und die bestehenden Bäume erhalten bleiben. Das Ziel ist, die Zugänglichkeit dieser Räume zu verbessern und diese besser miteinander zu verbinden, um den Langsamverkehr zu fördern und so die Lebensqualität der Bewohner zu verbessern.
Um die gemeinschaftlichen Räume zu beleben und eine inklusive Zugänglichkeit zu gewährleisten, sieht das Umgestaltungsprojekt organische Fusswege durch das neue Quartier vor. Die bestehenden Fussgängerzugänge zum Grundstück, von der Alten Landstrasse im Süden und dem Drusberweg im Osten, werden verbessert. Die Autos können künftig direkt über die Alte Landstrasse in die Tiefgarage fahren.
Das Wegnetz verbindet alle Gebäude miteinander und passt sich an die verschiedenen Geländeneigungen an. Der neugestaltete zentrale Raum umfasst einen Platz im Osten des Grundstücks, der als Fussgängerzugang gestaltet ist und gleichzeitig Platz für Rettungsfahrzeuge und Umzüge bietet. Dieser gemeinschaftliche "Quartierplatz" entsteht durch die Umgestaltung der Mooshaldenstrasse und beinhaltet einen Spielplatz, der ein verbindendes Element zwischen dem Herzen des Quartiers und der umliegenden Nachbarschaft darstellt.
Das Hauptwegenetz wird von Grünflächen und Übergangszonen unterteilt, die Veloparkplätze, Brunnen und Sitz- und Begegnungsflächen umfassen. Sie verbessern die Qualität der Zugänge und gewährleisten die Privatsphäre der Erdgeschosswohnungen durch den gezielten Umgang mit Topographie und Bepflanzung. Die untergeordneten Wege mit ihren Sitznischen führen durch das gesamte Gelände und enden an einem Spielplatz im Westen des Grundstücks.
Die bestehenden Bäume, die sich in gutem Zustand befinden, werden nach Möglichkeit erhalten, da sie eine Schlüsselrolle bei der Schaffung von Mikroklimazonen spielen, welche die Auswirkungen von Hitzeinseln mildern. Die Verstärkung des grünen Gürtels am Rand des Grundstücks hebt diese Bäume hervor, schafft charakteristische Räume wie das Wäldchen im Norden des Grundstücks, wo die Geländeneigung am stärksten ausgeprägt ist und trägt zur Stabilisierung des Hangs bei.
Das Projekt legt Wert auf die Maximierung der Versickerung von Regenwasser und eine nachhaltige Regenwasserbewirtschaftung. Dies wird mit der Reduktion von versiegelten Flächen und der Schaffung einer Retentionszone im Südwesten erreicht.








